Camper Ausbau

Camper Ausbau – Der Kauf & Isolierung: Der Grundstein für ein Wohnmobil

Schon während unserer ersten Etappe konnte wir uns ein Vanlife für längere Zeit sehr gut vorstellen. So reifte auch die Überlegung nach einem größeren Fahrzeug bis in das Frühjahr hinein. Am 1. Juli 2020 haben wir dann den Kaufvertrag für unseren neuen Van unterschrieben. Im folgenden Beitrag bekommt ihr neben dem Fakten zum Fahrzeug einen Einblick über die ersten Veränderungen vom Schreinerei-Transporter zum Wohnmobil.

Timo an der Strasse

Wir haben uns für einen Hyundai H350 entschieden. Nicht nur die Herstellergarantie von stolzen 5 Jahren ist verlockend, denn auch optisch hat uns das Auto sehr gut gefallen. Die Maße im Innen- und Außenbereich sind ausbaufreundlich und dennoch kompakt. Momentan besteht noch eine Zulassung als LKW, welche dann später in eine Wohnmobil-Zulassung geändert wird. Der Transporter gehörte zuletzt einer Schreinerei und ist drei Jahre alt. Mit rund 60.000 Kilometern Laufleistung hat er genau unsere Anforderungen getroffen, schließlich möchten wir mit dem Auto noch einige Kilometer in Europa fahren. Bei der Farbe hatten wir quasi keine Wahl, da das Fahrzeug relativ selten auf dem Gebrauchtmarkt auftaucht. Im Nachhinein sind wir mit weiß aber sehr zufrieden. Der Vorbesitzer hat eine Folierung in mattem Schwarz mit diversen Schriftzügen anbringen lassen. Die dunklen Streifen rund um das Auto konnten wir beibehalten.

Camper Ausbau: Entscheidende Fahrzeugwahl für viele tausend Kilometer

Nach der Abholung ging es zunächst an die grundlegenden Arbeiten bei der Umwandlung von LKW zum Wohnmobil. Dazu gehört neben dem Putzen der Fahrerkabine auch die Entfernung der kompletten Seitenverkleidung des Innenraums. Die großen, aber dennoch leichten Teile aus Kunststoff konnten beim Wertstoffhof  für wenig Geld entsorgt werden. Das gleiche gilt auch für die Trennwand zur Fahrerkabine, welche jedoch aus Metall war. Mit diesen Handgriffen entstand schon ein ganz anderes Raumgefühl im zukünftigen Zuhause auf vier Rädern. Die nackten Wände sowie die Decke waren sehr schnell bereit für die Isolierung.

Timo unter dem Carport

Fahrerraum putzen

Innenraumverkleidung abmontieren

Verkleidungen entfernen

Armaflex Isolierung Waende und Decke

Isolierung mit selbstklebendem Armaflex

Für die Wände und die Decke haben wir die bekannte selbstklebende Isolierung von Armaflex verwendet. Die Holme wurden mit 6 Millimeter starkem Armaflex isoliert und für den Rest haben wir 19 Millimeter dickes Armaflex verwendet. Insgesamt haben wir 18 Quadratmeter vom dicken und 15 Quadratmeter vom dünnen Armaflex verklebt. Der Zuschnitt kann ganz einfach mit einer Schere oder einem Teppichmesser vorgenommen werden. Nach dem Abziehen der Schutzfolie kann man die klebende Seite direkt auf das Metall drücken – fertig. Mit der schwarzen Isolierung hat der Van zwar nun eine bunkerähnliche Atmosphäre versprüht, die Fenster lagen zu diesem Zeitpunkt jedoch schon im Warenkorb. Zu den Van Ausbau Vorbereitungen haben Alina und Timo von Sprintour auf meinem Blog ebenfalls schon berichtet.

Bodenplatte herausgenommen

sauberer Boden

Unterkonstruktion für die Isolierung

Styrodur mit Unterkonstruktion für die Bodenisolierung

Isolierung Fußboden beim Van Ausbau

Für die Isolierung des Bodens wurde zunächst die dreiteilige Bodenplatte herausgenommen. Der Boden wurde geputzt und einige Löcher mit Dekasil abgedichtet. Danach wurden direkt auf den Boden die Latten für die neue Unterkonstruktion geklebt. Die Zwischenräume haben wir mit Stryrodur ausgelegt. Da wir uns für einen Korkboden entschieden haben, konnten wir mit der dünnen Isolierung weitere Zentimeter für eine ausreichende Stehhöhe schaffen. Die ursprüngliche Bodenplatte wurde dann mit den Latten verschraubt – fertig!

Folierung

Laura und der neue Van

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