Reiseberichte

Vanlife in Spanien: Die Reise von Barcelona bis Valencia

Der erste Monat neigt sich dem Ende zu. Zeit für ein größeres Resümee und natürlich den Rückblick auf die vergangene Woche. Von Barcelona haben wir es bis kurz hinter Valencia geschafft und wieder viele tolle Eindrücke gesammelt. Im folgenden Beitrag erfahrt ihr mehr über unseren Alltag im Bus und seht in Bildern, was wir im Vanlife in Spanien so erleben.

Bulli mit Aufstelldach am Strand

Begonnen hat die neue Reiseberichts-Woche mit einem wunderschönen Stellplatz. An der kleinen Bucht Cala Maria hatten wir den Stellplatz ganz für uns allein. Die Olivenbäume, unter denen wir geparkt hatten, sollten sich aber noch als keinen optimalen Stellplatz herausstellen. Die Bucht war wirklich niedlich und der Kiesstrand hatte gerade einmal eine breite von circa 30 Metern. Links und rechts erhoben sich rotbraune Klippen, welche natürlich auch bestiegen wurden. Südlich befand sich der kleine Ort L’Ampolla, welcher tolle Strände viel Charme hat. Es war die letzte stürmische Nacht, welche den Bus mal wieder zum Schaukeln und die Oliven zum Fallen brachte. Regelmäßig prasselten sie aufs Dach und wollten am Morgen wieder von der Motorhaube gefegt werden. In der Nacht wurde ein Stück weiter auch ein Baum entwurzelt, welcher am Vortag noch fest an der Klippe stand.

Cala Maria Bucht L'Ampolla

Klippen L'Ampolla Spanien

Wanderweg bei L'Ampolla in Spanien

Auch Peñíscola hat uns wunderbar gefallen. Wir standen an Klippen am Rande eines Naturparks. Die Sonnenauf- und untergänge waren die schönsten, die wir bisher gesehen haben. Deshalb blieben wir auch gleich zwei Nächte, was bisher auf unserer Reise eine Seltenheit war. Hier haben wir auch wieder neue Vanlifer getroffen, mit welchen interessante Gespräche geführt wurden. Generell findet sich durch die gleiche Lebensweise im Bus, Camper oder Ähnlichem immer genügend Gesprächsstoff. Dennoch gibt es immer wieder andere Gründe, welche die Menschen bewegen, das Leben in sicheren Gefilden aufzugeben. Auch wir konnten in den Gesprächen wieder reflektieren. Dabei und auch in vielen anderen Situationen stellen wir fest: Es ist genau das Richtige!

Sonnenaufgang bei Peñíscola aus dem Bulli

Bucht bei Peñíscola

Blick aus dem Bulli bei Peñíscola

Besuch Burg Peñíscola

Peniscola Burg

Füße waschen am Strand Peñíscola

Wir verlieren oft das Zeitgefühl, nicht nur für die Stunden am Tag, auch für die Wochentage und die Zeit, die wir schon unterwegs sind. Das klingt vielleicht erstmal verplant, tatsächlich lachen wir darüber und freuen uns, dass Zeit aktuell keine extrem wichtige Rolle in unserem Leben spielt. Die ganzen Eindrücke müssen aber auch verarbeitet werden. Da kommt nämlich viel zusammen – die Reiseberichte helfen mir dabei aber sehr. Es ist aber schwierig zu beschreiben, wie der Wellengang an einem Strand mit groben Steinen klingt. Das Rasseln beim Rückgang des Wassers habe ich zum ersten Mal gehört und es hat mich total fasziniert. Ebenso den ersten wilden Mandarinenbaum oder Plantagen mit Frühlingszwiebeln zu sehen 😉

Mandarinenbaum in Spanien

Vanlife in Spanien: Maut oder keine Maut – das ist hier die Frage

Wir haben im Vanlife in Spanien nun auch die mautpflichtigen Autobahnen für uns entdeckt. Auf dem Weg von einem Stellplatz zum nächsten werden von der App meist mehrere Routen vorgeschlagen. Oft ignorieren wir die kostenpflichtige Option und nehmen eine etwas längere Strecke in Kauf. Wenn der Umweg jedoch zu lang ist und zudem noch durch verstopfte Städte führt, zahlen wir eben lieber die Maut. Die alternativen Routen auf den kostenfreien „Autobahnen“ sind jedoch auch nicht verkehrt. Nur vom Begriff darf man sich nicht allzu viel versprechen. In Deutschland wären diese Strecken lediglich Bundes- oder sogar Landstraßen. Wir kommen also gut voran und es mangelt uns an nichts. Außer manchmal Strom. Das Strommanagement überdenken wir nämlich gerade.

Zunächst haben wir uns unbesorgt an unserer Steckdose im Bulli bedient. Drei Batterien sollten eine lange Zeit halten. Mit viel Technik an Bord, sind die Reserven jedoch schneller leer als gedacht. In den ersten anderthalb Wochen sind wir noch gut mit unserem Vorrat an Powerbanks zurecht gekommen, danach musste die Steckdose herhalten, bis der Kühlschrank gestreikt hatte. Der Bulli wollte (musste) fahren, um die Batterien wieder vollzuladen. Seitdem gehen wir sparsamer mit unserer Elektrik um und denken über solargestützte Alternativen zur Stromversorgung nach. Dennoch konnten wir sorgenfrei Arbeiten und auch Abends unsere Serien streamen. Dazu nutzen wir unseren Nebula Capsule Max Beamer und das Aufstelldach als Leinwand. Von hier aus können wir oben aus dem Bett oder aber von unten auf der Sitzbank schauen – echtes Kinofeeling.

Solarpanels

Beamer im Aufstelldach

Die warmen Temperaturen haben uns auch immer mehr ins Freie gelockt. Entweder zu Spaziergängen an den Klippen oder dem Strand, dem Relaxen vor dem Bus oder zum Rätseln in den Campingstuhl. Bei herrlichen 23,5 Grad haben wir erst Valencia besichtigt und dann hat sich mein Freund sogar schon in die Wellen getraut. Als nächstes steht pünktlich zum Monatsende der Kassensturz an. Wir hatten eine Kalkulation im Kopf, mit der wir den Weg ins Vanlife angetreten haben. Beim Einkaufen waren wir preisbewusst, haben jedoch dank der kostenfreien EC-Zahlungen den Überblick verloren und wollen uns nun überraschen lassen.

Kirche in Valencia

Gebäude in Valencia

Sandburg in Valencia

In etwas größeren Schritten geht es nun in Richtung der spanischen Atlantikküste. Wir freuen uns auch besonders auf Portugal. Hiervon haben viele Camper sehr geschwärmt. Unten findet ihr auch die Berichte zu den vorangegangenen Etappen unserer Reise. Ein Drittel unseres ersten Drittels ist hiermit schon passé.

Neue Erkenntnisse:

  • Nicht nur mit Wasser muss sparsam umgegangen werden, auch mit Strom
  • Man sieht sich immer zweimal im Leben (Grüße an Michaela und Jürgen 😉 )
  • Auch mehrstündige Nachtschichten sind im Bus kein Problem #blackfriday
  • Auch Ende November kann man noch im Mittelmeer baden
  • Der T6 ist in jeder Hinsicht der ideale Reisebegleiter

Die vorherigen Reiseberichte:

Vanlife in Frankreich: Von Deutschland bis nach Marseille

Vanlife in Frankreich: Die Camargue bis nach Spanien

Vanlife in Spanien: Katalonien von Figueres bis Barcelona

In der Sonne relaxen

 

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